Halbzeit

Hallo an alle,

Während ihr wohl alle gerade Fasching feiert, ist auch für mich heute ein besonderer Tag, es ist genau Halbzeit!! Ich habe schon die Hälfte meines Freiwilligendienstes hinter mich gebracht. Ich kann es ehrlich gesagt noch gar nicht so richtig glauben, dass ich schon ein halbes Jahr hier bin, eben so wenig kann ich es mir aber vorstellen in einem halben Jahr schon wieder weg zu sein. Die ganze Gegend ist mir schon so vertraut worden, unser Haus ist mein Zuhause und das in die Schule gehen und Unterrichten mein Alltag. Es scheint mir schon ganz normal die Menschen auf Chitumbuka zu begrüßen, nicht in Supermärkten einzukaufen, sondern auf dem Markt, mit regelmäßigen Strom- und Wasserausfällen zu leben und meine Klamotten mit der Hand zu waschen. Was aber noch nicht zu meinem Alltag gehört sind Begegnungen mit Löwen, Hungernden Menschen, einheimischen Stämmen oder extremen Dürren. Genau darüber möchte ich heute schreiben, über Erwartungen und Vorurteile. Ich denke wir haben alle ein Bild in unserem Kopf wie Afrika auszusehen hat und wie das Leben dort ist. Die fast täglichen Berichte in den Medien über Dürren, „rückständige“ Kulturen oder Hunger erzeugen auch ein sehr einseitiges Bild von einem ganzen Kontinent. Auch ich kann euch natürlich kein ganzes Bild von Afrika verschaffen, ich wohne ja nur in einem kleinen Dorf in Malawi und bin auch erst seit einem halben Jahr hier. Dennoch möchte ich euch versuchen näher zu bringen was ich so erlebe und sehe. Bis jetzt habe ich das durch einfaches Erklären versucht, aber nach einem Telefonat mit meiner Mum habe ich beschlossen, diesmal einen Eintrag speziell über Vorurteile zu verfassen. Natürlich sind das alles nur meine Erfahrungen und somit subjektiv gewertet, also keine wissenschaftlichen Fakten und zu hundert Prozent richtig.

Der ausschlaggebende Punkt war als meine Mutter sehr überrascht war, dass ich hier zunehme. Ehrlich gesagt hatte auch ich das nicht erwartet als ich vor einem halben Jahr im Flieger saß. Ich meine ich war auf dem Weg in eins der ärmsten Länder Afrikas, da schien es logisch, dass es auch an Essen mangeln würde. In Wirklichkeit habe ich aber bis jetzt noch keinen wirklichen Hunger sehen können, die Familien meiner Nachbarschaft haben alle ihre eigenen Felder mit Mais und Casava. Aus dem Casava kochen sie ihren täglichen Nsima und als Beilage kaufen sie sich entweder etwas oder sie kochen Casava Blätter oder die Blätter anderer Pflanzen. Die meisten Familien besitzen auch Hüner, Ziegen oder teilweise sogar Schweine und Kühe, welche sie aufziehen und dann meistens weiterverkaufen. Somit sind unsere Bekannten alle nicht gefährdet in absehbarer Zeit bei gleich bleibenden Bedingungen Hunger zu leiden, was aber nicht heißen soll, dass sie nicht Arm sind. Kaum ein Lehrer unserer Schule verdient im Monat mehr als ein Deutscher Arbeiter mit Mindestlohn am Tag. Beispielsweise unsere Nachbarin Nyapeti hat eigentlich keine Richtige Einnahmequelle, sie vermietet ab und zu eines ihrer Zimmer, isst sie jeden Tag Nsima aus ihrem eigenen Casava (sie verarbeitet ihn auch selbst) mit Blättern welche sie immer irgendwo in ihrem Garten findet. Sie lebt zu hundert Prozent als Selbstversorger und natürlich hätte sie gerne neuere Sachen und besseres Essen, da man selten mit dem zufrieden ist was man hat, kommt aber dennoch über die Runden. Was passieren würde sollte eine große Dürre kommen kann ich nicht sagen, denn obwohl die letzten Tage trocken waren und alle auf den Regen warten, meinen alle dieses Jahr sei irgendwie viel kälter als sonst.

Wo wir schon beim Wetter sind auch das hab ich mir irgendwie anders vorgestellt. Ich dachte es sei wärmer und dadurch auch nicht so grün. Die meisten Tage sind natürlich warm, da wir gerade erst am Anfang der rainy season sind und das Wetter erst noch abkühlt. Dennoch hatten wir schon kalte Nächte in denen ich meinen Wollschal oder die dicken Wollpullis auspacken musste. Vor allem wenn es gerade regnet sind die Abende und Morgende sehr kalt. Auch die Umwelt ist sehr viel grüner und weniger dürr als ich mir das vorgestellt hatte. Dass wir nicht in einer Wüste wohnen würde war natürlich klar aber ein klein wenig dürrer hatte ich mir es schon vorgestellt.

Ein weiteres Vorurteil wäre, dass die Menschen hier nicht so schlau sind oder keine so gute Bildung wie wir erfahren. Tatsache ist, dass wir uns mit vielen Frauen vor allem wenn sie älter sind nicht gut unterhalten können, da sie kein Englisch sprechen, was auch nicht verwunderlich ist, da sie wahrscheinlich noch nicht zur Schule gegangen sind oder es über die Zeit vergessen haben, da sie es ja nicht brauchten. Das sehe ich persönlich aber nicht als Zeichen von schlechterer Bildung, da meine Omas auch kein Englisch sprechen und wie sie auch viele andere Menschen in Deutschland. Wie gut deutsche Erwachsene Englisch sprechen kann ich eher weniger beurteilen, da es nie Sinn machte sich auf Englisch zu unterhalten, aber wenn wir in Oliwa einkaufen gehen oder Minibus fahren lernen wir oft Erwachsene kennen mit denen wir uns sehr gut auf Englisch unterhalten können. Die Schulbildung finde ich der Deutschen sehr ähnlich, in meinen Computer Stunden lehre ich dieselben Sachen, die auch ich gelernt habe. Meist sind sie in einer anderen Reihenfolge und auch die Schwerpunkte sind anders verteilt. Zum Beispiel üben wir den Umgang mit Excel, Word und PowerPoint sehr viel intensiver und sprechen eher weniger über Software Programmierung. Schließlich wird die Benutzung von Excel oder Word sich wahrscheinlich als nützlicher für sie nach der Schule erweisen. Dass sie in jedem Fach die selbe Bildung erhalten wie ich kann ich natürlich nicht sagen, da ich ja nur Computer Studies unterrichte. Die Themen die ich in den Schulbücher sehe sind den unseren jedenfalls sehr ähnlich. Die Methoden scheinen aber etwas anders, während in meiner Schule immer viel Wert auf das eigene Erarbeiten von Lösungen gelegt wurde, finden hier eher weniger Übungen, die eigenes Arbeiten erfordern statt. Die Lehrer und ich versuche es immer so gut wie möglich in den Unterricht einzubauen aber der Mangel an Materialien und Platz erschwert dies erheblich.

Bezüglich Kleidung weiß ich ehrlich gesagt gar nicht was genau ich erwartet hatte, nur dass ich an den ersten Schultagen echt überrascht war. Die Lehrer tragen täglich Hemd mit Anzug Hosen und Anzug Schuhen. Die Lehrerinnen sind auch immer alle super schick in Blusen und schönen Röcken die immer perfekt zusammen passen. Meta und ich sehen daneben immer etwas schmuddelig aus. Die Schuluniform für die Schüler ist ein weißes Hemd mit schwarzer Anzug Hose und geschlossenen Schuhen. Die Mädls tragen weiße Blusen, rote Röcke (sie sollten eigentlich übers Knie gehen, was aber nicht wirklich eingehalten wird zum Ärger des Direktors:)) ) und geschlossene Schuhe. Daneben fühle ich mich in meinen weiten, luftigen Röcken und Hosen mit lockeren T-shirts und Birkenstock immer mehr als underdressd. Aber auch wie sauber ihre Klamotten immer sind hat mich verblüfft, da ich durch die ganzen ungeteerten Straßen (man sagt zurecht dazu dust roads) keine täglich strahlend weißen Blusen erwartet habe. Ich habe meine ganzen weißen Sachen schon in den ersten mal waschen weggepackt:).

Auch Krankheiten sind ein großes Thema denke ich. Dass man Malaria kriegen kann, will ich nicht verneinen und auch, dass es für uns gefährlich sein kann. Jedoch habe ich bis jetzt trotz unglaublich vielen Moskito Stichen noch keine Symptome oder positiven Malaria Test gehabt. Es kann natürlich sein, dass es jeden Moment ausbricht aber auch das wäre kein Weltuntergang. Solange man Malaria rechtzeitig erkennt und behandeln lässt ist es normalerweise nicht gefährlich. Von ein paar Mitfreieilligen, die es schon hatten weiß ich, dass man ein paar sehr unangenehme Tage hat. In unserer Schule kommt es häufig vor, dass jemand wegen Malaria fehlt, was uns zuerst immer sehr geschockt hat mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass Malaria für sie scheinbar keine so große Sache ist. Auch andere Krankheiten sind noch weit verbreitet, wie unzählige Durchfallerkrankungen, wegen des unsauberen Trinkwassers, Bilharziose, das sind kleine Würmer die man sich im Malawisee einfangen kann und auch Tollwut, welches durch viele wilde streunende Hunde verbreitet wird. Jedoch war ich glücklicherweise noch keinen Tag ernsthaft krank gewesen, sodass ich ins Krankenhaus gemusst hätte und auch Meta hatte bis jetzt nur kleinere Beschwerden. Zusammenfassend kann man also sagen, dass man mit Vorsicht und natürlich auch Glück solche Krankheiten umgehen kann.

Auch die Romantisierung von Armut ist meiner Meinung nach ein weit verbreitetes Phänomen. Ich habe Sätze in die Richtung von „wenn du dann mal in Afrika bist, lernst du auch mit weniger glücklich zu sein“ gehört bevor ich geflogen bin. Oder allgemein die Einstellung, dass die Menschen hier viel glücklicher sind, eben weil sie weniger haben, bemerkt (natürlich auch bei mir). Dem ist nicht so, unsere Bekannten haben alle eine Vorstellung wie die Weißen leben (auch die ist oft nicht ganz richtig) und möchten auch so leben. Ich denke fast kein Mensch dieser Welt kann zu hundert Prozent zufrieden sein mit dem was er hat, solange er weiß, dass andere mehr haben. Man arrangiert sich mit seiner Situation und versucht das Beste für sich rauszuholen und genau dass tun alle unsere malawischen Freunde.

Es gäbe sicher noch viel mehr von diesen Vorurteilen, die mir momentan aber nicht einfallen oder zu welchen ich nichts konkretes schreiben könnte. Deshalb werd ich es wohl mal damit belassen. Ich hoffe mein etwas anderes als gewohnter Eintrag hat euch auch gefallen und interessiert. Zum Abschluss werde ich euch noch ein paar Fotos von unserer Zeit in Sansibar hinzufügen. Es war übrigens sehr schön dort. Wir waren für das Zwischenseminar in Dar es Salaam und danach haben wir eine Woche Urlaub auf Sansibar gemacht. Nach diesen zwei erholsamen Wochen sind wir dann wieder zurück nach Malawi. Momentan bin ich wieder eineinhalb Wochen hier und versuche die Zeit die mir noch hier bleibt am besten zu nutzen und in vollen Zügen zu genießen, da ich weiß, dass die Zeit bis zu Abschied noch schneller vergehen wird als die bisherige. Versteht mich nicht falsch natürlich freue ich mich auch auf Zuhause aber der primäre Wunsch ist meine neuen Freunde und mein neues Leben hier nicht aufzugeben.

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Der Ausblick auf unsere Lodge und das Meer
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In unserem Zimmer
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wieder unsere Lodge
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Eine Runde Volleyball im weißen Sand
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Der Markt in Stone Town
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Nach einer erfolgreichen Shopping tour
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Auf dem Heimweg
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Mafumo abwino a Khrisimas (Frohe Weihnachten)

Hallo an alle,

Ich hoffe ihr hattet alle schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht. Bei mir war es wie zu erwarten mal ganz anders, was aber nicht schlechter heißen sollte.

Naja immer der Reihe nach. Die Weihnachtsferien begannen am Mittwoch den 12.12. als nach den letzten Prüfungen alle Mädchen, die im Internat leben die Heimreise antraten. Für uns war aber noch lange nicht frei, da es immer noch genügend Prüfungen zu korrigieren und Notenblätter auszufüllen gab. Dennoch gingen wir das ganze etwas entspannter an, da wir am Donnerstag Besuch von den Freiwilligen aus Chinteche und Ekwendeni (Lukas und Leo) bekommen hatten und mit ihnen immer Nachmittags etwas unternahmen. Auch die täglichen Volleyballsessions mit den Lehrern wollte keiner ausfallen lassen, sodass das eigentlich sehr öde benoten dann doch sehr gut ging.

Am Samstag brachen wir dann auch zu unserem vorweihnachtlichen Trip nach Livingstonia mit Lukas und Leo auf. Nachdem wir eine Stunde Anfahrt mit dem Minibus geschafft hatten wanderten wir die drei Stunden zur Mushroom Farm hoch. Trotz der Hitze beschlossen wir es nicht dabei zu belassen und wanderten nach einer kurzen Stärkung weiter um einige Wasserfälle in der Umgebung zu besichtigen.

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An den Wasserfällen

Als wir dann wider zurück waren hatten wir noch genug Zeit in der Mushroom Farm zu entspannen, die ich übrigens nur weiterempfehlen kann, da sie mit ihrer Lage direkt an einer Klippe wirklich eine unglaubliche Aussicht bietet und auch an sich einfach wundervoll hergerichtet ist. Am Abend wurde mir auch endlich Bawo, ein Spiel das hier scheinbar jeder Spielt, beigebracht. Das Spielfeld ist ein einfaches Holzbrett mit 24 Einbuchtungen, jeweils acht in einer Reihe. In jeder liegen zu Beginn zwei Murmeln. Das Ziel des Spiels besteht darin dem Gegner alle Murmeln zu stehlen. Die weiteren Regeln sind etwas zu viele um sie jetzt hier zu erklären wen es intessiert dem kann ich es sicher in Deutschland beibringen. Ich muss aber auch sagen, dass es sehr viele verschiedene Versionen gibt und ich leider bis jetzt nur die Anfänger Version kann.:)

Am nächsten Morgen sind wir dann zu einer weiteren Wanderung zu einem Aussichtsplateau aufgebrochen. Meta konnte uns leider wegen ihren ganzen Blasen nicht begleiten und so wanderten die Jungs und ich fast 6 Stunden zum Plateau und zurück. Die waren es aber auf jeden Fall wert, da die Aussicht unglaublich war.

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Auf dem Plateau mal schnell lässig posen:)

Zurück bei der Mushroom Farm mussten Meta und ich uns richtig beeilen um noch ein Auto nach zu unten zu erwischen, da es zum wandern schon zu spät war. Die Jungs waren von der Lodge so begeistert, dass sie noch einen Tag länger bleiben wollten um auch Livingstonia zu sehen, was uns nicht möglich war, da wir am Montag in der Schule sein mussten.

Am Montag waren wir dann auch wieder in der Schule und halfen beim ausfüllen der Zeugnisse. Am Dienstag war dann noch ein Meeting aller Lehrer, am Mittwoch wurden noch schnell einige letzte Kleinigkeiten erledigt und dann begannen am Donnerstag auch für uns endlich die Ferien. Letztes noch nennenswertes Ereignis unserer Letzten Tage in Chilumba ist das heldenhafte erlegen unseres ersten Skorpions :). Ne Spaß das war etwas übertrieben Tatsache ist, dass wir am Mittwoch einen Skorpion in unserem Bad fanden und den mit einem Schuh erschlagen haben. Skorpione sind scheinbar sehr häufig in der Regenzeit zu sehen was uns beide noch etwas beunruhigt aber wir werden uns bestimmt daran gewöhnen.

Für die Ferien hatten wir geplant mit den anderen Freiwilligen die Feiertage zu feiern weshalb ich über die malawische Weihnachtskultur nur sagen kann was mir erzählt wurde. Dass das nicht auf jede Malawische Person oder Region zutrifft versteht sich ja von selbst genauso wie, dass es gut sein kann dass mein Bericht unvollständig oder übertrieben ist ohne, dass ich es weiß. Naja jedenfalls meinte Cliff, dass die meisten Menschen Weihnachten bloß trinken gehen, die Kirche besuchen und vielleicht etwas besonderes kochen, was dann beispielsweise Reis mit Fleisch sein könnte. Silvester sieht auch nicht anders aus nur dass Cliff meinte die meisten hätten dann nicht mehr genug Geld um sich noch einmal zu betrinken oder sich besonderes Essen zu leisten. Er selbst meinte, dass er Weihnachten eigentlich gar nichts gemacht habe und die Silvester Nacht in der Kirche verbracht hatte.

Da das auch schon alles war was mir über Weihnachten erzählt wurde, werde ich jetzt über unser Weihnachten berichten. Am Freitag sind wir voll bepackt in einen Minibus nach Mzuzu gestiegen, wo wir uns mit Henrike, Lisa, Marie, Lucas und Leo im Zoo getroffen haben. Die Mädls sind Freiwillige aus Salima und Lilongwe. Nach einer Nacht in Mzuzu, die wir hauptsächlich damit verbrachten uns zu erzählen was wir so alles erlebt haben, da wir Henrike und Marie schon seit September nicht mehr gesehen hatten, machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Chinteche. Dort wollten wir in der Lodge in der die Freiwilligen Lukas und Lucas wohnen Weihnachten verbringen. Die restlichen Freiwilligen aus Salima wollten über die Lakeshore road hoch fahren und kamen am nächsten Tag an, da der Regen die Straße zuvor unbefahrbar gemacht hatte. Alles in allem waren wir 11 Freiwillige: Lucas und Lukas aus Chinteche, Leo aus Ekwndeni, Lisa aus Lilongwe (judith machte Urlaub mit ihrer Familie), Henrike und Marie aus Salima, Wera aus Salima (ihr Mittfreiwilliger Joel wollte nachkommen war dann aber krank), Mia und Nicklas aus Senga Bay und wir beide aus Chilumba. Dementsprechend war auch die allgemeine Wiedersehensfreude riesig, da wir beide wenn wir uns mal mit Freiwilligen treffen immer nur die Jungs aus dem Norden sehen, der Rest ist einfach zu weit weg (abgesehen von Lisa und Judith, die wir bei unserem spontanen Lilo Trip getroffen hatten:) ). Mit ein paar Flaschen Malawi Gin brachen wir und dann alle auf den neusten Stand in unseren Projekten.

Für Weihnachten hatten wir ein großes Buffet geplant, um uns den ganzen Tag zu beschäftigen. Zum Buffet gehörte folgendes: 2 Arten Kartoffelsalat, Crispy Soyapieces, Bohnen, Grüne Blätter( Namen weiß ich leider nicht auf Deutsch), Pfannkuchen Röllchen, Guacamole Sandwich Häppchen und ein großer Topf Glühwein. Das Einkaufen und Kochen hielt und auch den ganzen Tag beschäftigt, sodass gar keine Zeit für trübe Gedanken und Heimweh blieb. Trotzdem nahm sich natürlich fast jeder kurz Zeit für ein Telefonat nach Hause. Als wir dann Abends in dem Gebäude, das eigentlich mal eine Bar werden sollte aber momentan nur ein überdachter Boden ist, bei Kerzenschein, Glühwein Geruch und Weihnachtsmusik zusammensaßen kam trotz den warmen Temperaturen etwas Weihnachtsstimmung auf. Natürlich durfte nach dem Essen auch das Singen, die Weihnachtsgeschichte und eine kleine Bescherung in Form von Schrottwichteln nicht fehlen. Als dann Lucas auch noch etwas Eis (Also richtiges Speiseeis!!) für die ganze runde spendierte waren wir wirklich alle in Feststimmung.

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Ein schön besinnliches Weihnachtsbild mit Chisomo

Die nächsten Tage waren wir, da die Lodge direkt am Strand stand sehr viel Baden. Wir wurden sogar mit Lukas mit einem Bootstrip überrascht wofür er sich ein Boot ausgeliehen hatte, mit dem wir dann eine kleine Insel (eher Steinhaufen) besuchten und dort ganz privat baden konnten. Natürlich konnte nicht alles glatt laufen und man brauch ja auch ein kleines Abenteuer zum weitererzählen und so war auf dem Rückweg plötzlich das Öl alle. Glücklicherweise gab es Paddel und so paddelten wir zum Strand. Blöderweise hatten wir unser Geld und alle Handys in der Lodge gelassen. Lukas hatte die Lage dennoch im Griff und organisierte sich ein Motorrad zur Lodge, holte dort Geld und Öl und kam dann wieder zurück.

An einem der nächsten Tage wurden wir noch von zwei Artefakt Freiwilligen besucht, Hanna und Samuel, mit denen wir auch eine kleine Wandertour unternahmen.

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Kolping und Atrefakt vereint beim wandern:)

Ansonsten genossen wir die Sonne, planten unsere Reise zum Zwischenseminar und kochten. Teilweise kam ich mir wie auf einem großen Kochkurs vor, da jeder ein paar Sachen konnte und wir uns alle (zumindest die Mädls) austauschten was man so alles mit unseren eher einfacheren Möglichkeiten kochen und backen kann. So entstanden fast täglich neue Leckereien wie Samusas, Mandasi, Bananenbrot etc., welche natürlich alle über den Malawischen Kohlekochern gekocht wurden.

Am 31. ging unsere Reise weiter, da wir uns für Silvester eine Lodge in Nkhatabay gebucht hatten. Bei unserer Ankunft waren wir alle total überwältigt, da die Butterfly Lodge direkt am See liegt und man von jedem Raum aus den See sehen kann (sogar in der Dusche und am Klo). Der See war auch unglaublich schön und wie bei unserem letzten Aufenthalt in Nkhatabay bin ich mir auch nach diesem Mal sicher, dass ich den See nirgendwo in Malawi schöner gefunden habe. Nach unserer Ankunft gönnten wir uns gleich ein paar Cocktails, welche an der Bar direkt am Strand serviert wurden. Mit unseren Erfrischungsgetränken und ein paar spielen Bawo genossen wir den Sonnenuntergang. Am Abend füllte sich die Bar dann auch mit gleichermaßen Einheimischen und Ausländern. Die Malawier mit denen wir dort feierten waren aber viel reicher und westlicher als unsere Freunde in Chilumba muss man dazu sagen. Im Laufe des Abends trafen auch immer mehr Freiwilligen anderer Organisationen und Freunde aus Mzuzu ein, was uns sehr freute und auch dazu führte dass wir alle in einer großen Gruppe ins neue Jahr tanzten. Der krönende Abschluss meines Silvesters war aber unser spontaner Ausflug in den See bevor wir ins Bett gingen. Am Neujahrsmorgen machte ich mich nach einem langem Frühstück auf zu einem Bootsausflug der Nachbarslodge zu der mich die Freiwilligen aus Karonga an Silvester eingeladen hatten. Blöderweise verpassten wir das Boot. Dennoch konnte die Managerin der Lodge ein anderes Boot organisieren, welches uns zu einem Treffpunkt mit dem eigentlichen Ausflugsboot brachte. Trotz des holprigen Anfangs wurde der Trip sehr schön, da wir an einen Spot fuhren wo wir von kleinen Klippen Springen konnten oder einfach nur schnorcheln.

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Ich, wie ich todesmutig von der Klippe springe:))

Am Abend ließen wir den Neujahrestag noch in einem Restaurant ausklingen. Die nächsten beiden Tage verbrachten wir noch mit Schwimmen und vielen Partien Bawo und am Donnerstag machten wir uns dann auf den Heimweg. Natürlich durfte ein Zwischenstopp in Mzuzu nicht fehlen. Dort trafen wir noch einmal alle Artefakt Freiwilligen.

Nach unseren langen und auch etwas faulen Ferien freuten wir uns dann auch schon richtig auf zuhause. Vor allem Nyapetis Freude über unsere Ankunft rührte mich sehr, sie war so glücklich, dass sie uns sogar umarmte und zum Essen einlud. Leider war unsere Ankunftsfreude durch die Neuigkeit gedämpft, dass Cliff nach den Ferien eine Schule etwas weiter entfernt besuchen wird, sodass er jetzt weggezogen ist. Auch sonst hat sich einiges verändert, es ist jetzt alles sehr grün wegen dem vielem Regen, unsere Nachbarin hat ihr Baby bekommen, worauf ich mich schon lange gefreut habe und in der Schule ist der Computer Studies Lehrer nach den Ferien nicht mehr zurückgekommen, weshalb wir jetzt seine Stunden übernehmen werden.

Soweit war das so ziemlich alles ich weiß, dass es ein sehr langer Eintrag geworden ist aber ich hoffe er ist zumindest interessant.

Somit wünsche ich euch allen alles gute fürs neue Jahr und auch sonst nur das Beste.

Liebe Grüße aus Malawi:))

7. Examinations

Wow ich kann es gar nicht glauben, dass wir schon ganze 3 Monate hier sind und dass uns nur noch neun Monate bleiben. Es ist wirklich unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist und dass nun schon ein viertel unserer Zeit vorbei ist.

Das schon so viel Zeit vergangen ist wurde mir vor erst richtig bewusst als wir vorletzte Woche in der Schule gebeten wurden die End of the Term Exams abzutippen. Das hat uns dann auch bis diesen Mittwoch beschäftigt und am Donnerstag wurden dan schon die ersten Exams geschrieben, wo wir dann auch als Aufpasser dabei sein durften. Da ich bis jetzt noch nicht wirklich erklärt habe wie die Schulsystem hier läuft denke ich ist jetzt mal ein guter Zeitpunkt. Es gibt primary und secondary School Die primary School umfasst 7 oder 8 Forms (ist unterschiedlich). Einschulung ist mit ca. 6 Jahren, unterscheidet sich aber auch, da es keine feste Schulpflicht gibt und es Sache der Eltern ist ab wann sie ihre Kinder in die Schule schicken. Nach der primary School ist die Secondary School auch optional (viele können sich beispielsweise die Schulgebühren nicht leisten). Die Secondary School umfasst 4 Forms, welche alle beliebig oft wiederholt werden können, solange man es sich leisten kann. Das Schuljahr ist in drei Terms unterteilt, welche jeweils ca 3 Monate dauern. Am Ende von jedem Term gibt es Prüfungen, welche aber nicht entscheiden ob man das nächste Term besuchen kann, sondern vergleichbar mit unserem Halbjahreszeugnis sind, also nur als Zwischenbericht dienen. Es gibt auch die Weekly Tests, welche Wöchentlich das Wissen der Schüler prüfen (die besten drei werden jeden Montag in der Assembly vorgelesen und belohnt). Zwischen den Terms gibt es 3 Wochen Ferien, nur am Ende des Jahres dauern die Ferien länger. Am Ende des Jahres gibt es dann auch die Vorrückungs relevanten Tests und die Abschlussprüfungen für die Form 4. Exams müssen die Schüler in jedem Fach, das sie belegt hatten schreiben. In Physik, Bio und Chemie gibt es neben dem Theorie Teil auch eine Experimente Teil in dem sie kleine Experimente selbst durchführen. Dies ist aber aufgrund fehlender Materiealien sehr Zeitaufwendig, da teilweise sogar nur 4 Schüler gleichzeitig die Experimente durchführen können, während die anderen Warten und den Theorie Teil bearbeiten. Einmal dauerte es sogar so lange, dass wir als Aufsichtslehrer erst um halb sechs heim gingen. Das sollte sich jedoch bald ändern, da die Schule wie im letzten Eintrag schon gesagt eine sehr große Spende für Wissenschaftliche Materialien erhalten hat.

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Form Fours beim Chemie Praxis Teil

 

Es war jedenfalls super spannend während dem abtippen der Exams zu sehen was so alles von den Schülern erwartet wird und wie viel davon ich noch weiß (oder nie gelernt haben beispielsweise in Agriculture). Dennoch ist es ab und zu noch sehr stressig wenn beispielsweise ein Lehrer während wir gerade Aufsicht haben rein kommt und meint er hätte noch ein Exam für morgen welches wir doch bitte noch schnell abtippen sollten. Vor allem als uns dann gesagt wurde, dass ja dieses Jahr alles so früh fertig war dank uns (wir waren am Tag vor den ersten Prüfungen mit allen pünktlich eingereichten Exams fertig), frage ich mich wie kurzfristig das die letzten Jahre immer lief, da ein Zeitpuffer wegen Stromausfällen immer ganz sinnvoll ist. Naja egal dieses Jahr hatte die Sekretärin dank uns weniger Stress wofür sie sich bei uns bedankte, indem sie uns lernte wie man Samusas kocht, was wir schon immer mal lernen wollten. Samusas sind eigentlich blos mit Kartoffeln gefüllte Teigtaschen, welche in Fett angebraten werden. Sie sind aber super lecker und werden immer gerne am Straßenrand verkauft oder in den Schulpausen, wo wir nie widerstehen konnten.

Durch die Exams sind aber auch alle Clubs etwas in den Hintergrund gerückt, da die Schüler nach dem Mittagessen, wenn sie keine Exams mehr haben, immer sofort nach Hause gehen um weiter zu lernen. Also haben wir beschlossen unseren Schwimm Club erst nächsten Term anzufangen.

An den Wochenenden verbringen wir weiterhin viel Zeit am See oder mit unseren Nachbarn daheim. Nur das vorletzte Wochenende stach etwas heraus, da wir nach Mzuzu gefahren sind um uns mit ein paar anderen Freiwilligen zu treffen und einen Volleyball + ein Netz für die Schule zu kaufen. Als wir dort ankamen meinte aber ein dort lebender Deutscher, dem auch die Mzoozoozooo Lodge gehört in der wir immer schlafen wenn wir in Mzuzu sind, dass es die wenn überhaupt in Lilongwe gibt. Etwas enttäuscht setzten wir uns wieder zu den anderen. Als dann aber eine Stunde später Khan, ein seit sechs Jahren in Malawi wohnender Parkistani und ein Bekannter von uns, auftauchte und meinte er könnte nicht mit uns aus gehen, da es eine Freundin nach Lilongwe zu einer Beerdigung fahren müsse, beschlossen wir uns anzuschließen. So kam es dass wir uns um halb 10 am Freitag Abend mit Khan Laura und Nancy auf den Weg nach Lilo machten. Glücklicherweise konnten wir dort bei Lisa und Judith schlafen, da wir bei unserer Ankunft um 2 Uhr Nachts wohl keine Lodge mehr gefunden hätten. Am nächsten Tag mussten wir aber feststellen, dass es auch in Lilo nur Bälle gibt. Das war etwas enttäuschend aber mit einem gespannten Strick als Zwischenlösung macht es den Schülern trotzdem eine Menge Spaß Volleyball zu spielen. Sie sind auch teilweise richtig gut (nicht so wie Luki, dass man um sein Leben fürchten muss aber auch nicht ohne:))). So machten wir uns Mittags mit zwei neuen Bällen auf den Rückweg nach Mzuzu.

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On the Road again:)

 

Als wir um 5 Uhr Abens dort ankamen beschlossen Laura und Khan uns noch Nkhata bay, eine Stadt am See, zu zeigen. Da es nur eine Stunde Fahrzeit war machten wir uns erst Abends auf den Weg. Wir verbrachten noch den ganzen Sonntag in Nkhata Bay und machten uns erst Abends wieder auf den Heimweg.

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Die Aussicht von unserer Terasse in Nkhata Bay

Das letzte Wochenende haben wir uns um unsere Aufenthaltserlaubnis gekümmert und sind bei der Gelegenheit noch etwas einkaufen gegangen und haben uns von der Wahnsinnigen Vielfalt an Chitenge in Karonga erschlagen lassen.

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Chitenge Ausbeute:)

Ansonsten kann man nur noch sagen, dass hier fast pünktlich zur Adventszeit das Wetter umgeschlagen hat. Es sind zwar immer noch die meisten Tage super heiß, aber es regnet auch ab und zu über Nacht, wodurch es am Morgen nicht mehr so schnell heiß wird und wir auch mal etwas länger schlafen können, wenn wir mal nichts vor haben. Dennoch ist es komisch zu wissen, dass in ein paar Wochen Weihnachten ist aber alles fehlt was man eigentlich mit Weihnachten assoziiert, wie Weihnachtsmärkte, Plätzchen (wir haben ja keinen Ofen) oder einfach Kälte. Ich bin auf jeden Fall schon mal gespannt wie Weihnachten werden wird.

Das was dann auch schon wieder, ich muss mich dann eh mal wieder unserem Hausputz widmen.

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Meta ist schon fleißig:))

Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit, genießt die Kälte:)

6.: Überschrift fällt mir leider nicht ein :)))

Hallo an alle,

Ich weiß, dass es schon wieder ewig gedauert hat, aber es ist immer so viel los, dass ich viel zu selten die Zeit zum schreiben finde.

Naja egal, ich werde jetzt nicht mehr genau jeden Tag beschreiben sondern einfach mal erzählen was so alles im großen Ganzen passiert ist.

Die Arbeit in der Bbliothek ist in den letzten Wochen etwas zum erliegen gekommen, da Allan zuerst krank war, dann von einem Skorpion gebissen wurde und danach wieder krank war, sodass Meta und ich jede Menge Zeit allein in der Bibliothek verbrachten. Jedoch hsben wir diese Zeit nicht sinnlos vergehen lassen sondern sehr viele kleinere Aufgaben erledigt, wie zum Beispiel einen neuen üersichtlicheren Stundenplan für das Lehrerzimmer, welchen sich der Direktor wünschte. Außerdem stehen wir immer im sehr engen Kontakt zu den Malawi Freunden Rottenburg, einem deutschen Verein, der die Tawuka Sec. School durch zahlreiche Projekte unterstützt. Durch den engen Kontakt konnten wir dem Direktor schon oft helfen, indem wir Emails übersetzten, die vorhandenen Materialien des Science Labs auflisteten und auch eine Liste der benötigten Sachen zusammen mit den Lehrern zu erstellten und weiterleiteten. Somit spielten wir einach bei diesen und zahlreichen anderen Projekten die Vermittler. Auch unsere, vom Art Club gezeichneten, Wehnachtskarten konnten wir dank der Hilfe des Verreins sehr einfach in Deutschland verkaufen lassen (der Erlös geht an die Schule). Wer Intresse hat kann sich gerne bei mit melden. Unser aktuelles Projekt bezieht sich auf den Sportunterricht, da viele Kinder nicht schwimmen können -und das obwohl sie so nahe am See wohnen- dwollen wir demnächst einen Schwimm Club am See eröffnen. Auch ein Netz für Volleyball und einen Ball versuchen wir momentan aufzutreiben, da schon viele Schüler den Wunsch nach Volleyball geäußert haben. Außerdem helfen wir den Lehrern mmer öfter beim korrigieren von Tests. Auch die Sekritärin freut sich immer über unsere Hilfe, wenn sie beispielsweise Testergebnisse zum Abtippen hat, da wir beide einfach schneller im Tippen sind. Aber auch die Schüler kommen immer öfter zu uns in die Bibliothek um sich von uns bei Schulfragen helfen zu lassen.

Auch außerhalb der Schule fühlen wir uns immer besser integriert, was mir daran auffällt, dass wir es jetzt schon fast ohne Hilfe schaffen guten Nsima zu kochen, dass wir wenn wir zum Einkaufen fahren immer öfter anhalten müssen um mit jemandem zu quatschen, dan wir kennen, dass wir immer öfter Einladungen fürs Wochenende abschlagen müssen, da wir schon mit anderen verabredet sind, dass ich wenn Nyapeti mich auf Chitumbuka vollquatscht ich halbwegs verstehen kann was swie mir sagen will, auch wenn ich noch immer nicht in ganzen Sätzen antworten kann.IMG-20181019-WA0002

Ich, beim Nsima überm Feuer kochen

 

Es gibt natürlich noch viel mehr solcher kleiner Momente in denen es mir immer wieder ganz plötzlich bewusst wird, wie heimisch ich mich doch schon hier fühle und wie erschreckend es doch ist dass ich noch keine drei Monate hier bin, da es sich schon nach einer Ewigkeit anfühlt.

Unsere Abende haben sich mitlerweile etwas geändert, da wir uns nun immer besser mit dem Lehrer Mr Shawa verstehen und auch dank unserem Mitfreiwilligem Lucas eine große Auswahl an Filmen und Serien besitzen, verbringen wir die Abende jetzt abwechselnd mit Quatschen und Gamen of Thrones gucken.

Die Wochenenden verbringen wir oft am See, sei es mit Schülern, sei es mit Lehrern, es macht jedes Mal wieder Heidenspaß.IMG-20181020-WA0028

Am See mit Mr Kondowe

Einmal sind wir auch schon nach Mzuzu gefahren um uns dort mit den anderen Freiwilligen des Nordens zu treffen, was auch super Spaßig war, da es in Mzuzu einige Möglichkeiten zum ausgehen gibt, es ist zwar etwas nervig da man sehr gerne angetanzt wird aber dennoch schön mal wieder tanzen zu gehen. Doch egal wie schön der Wochenends Samstag war bleibt der Sonntag immer ein eher unschöner Tag, da wir ihn zum Waschtag ernannt haben und so verbringen wir meist den ganzen Tag mit Kleidung waschen, Geschirr waschen(machen wir natürlich unter der Woche auch aber am Sonntag nochmal besonders gründlich), und dann das ganze Haus rauswischen. Eigentlich macht mir das alles nicht viel aus nur mit dem Wäsche waschen kann ich mich einfach nicht richtig anfreunden und so bin ich immer unglaublich froh wenn mir mal jemand Hilfe anbietet oder ich zumindest keine Blasen davon bekommen habe.

Da ich zu Beginn angesprochen habe, dass Allan von einem Skorpion gebissen wurde möchte ich hie noch mal klarstellen, dass Skorpionbisse natürlich dehr schmerzhaft sind aber in unserer Gegend nicht tödlich verlaufen können. Ich habe mich nach Allans Biss etwas herumgehört, da ich dan doch etwas beunruhigt war und es hat mir jeder bestätigt, dass die beiden Arten, welche hier vorkommen dir nur schlimme Schmerzen zufügen könnten. Meiner Meinung nach auch schon schlimm genug, ich hoffe, dass ich in den restlichen 10 Monaten keinen Skorpion sehen werde.:)

Was man sonst noch so von den letzten Wochen erzählen kann ist, dass wir im Sportunderricht begonnen haben mit Fußball zu spielen, was die Schüler zuerst sehr begeistert hat. Ich bezweifle aber, dass es am Ender mehr als nur Höflichkeit war, was sie dazu brachte uns zu sagen, dass wir toll gespielt haben und unbedingt das nächste Mal wieder mitspielen sollten.:) Außerdem haben wir begonnen uns immer mehr Chitenche zu kaufen und ich besitze mitlerweile schon einen Rock und ein Kleid, welche ich beide sehr liebe. Es ist auch immer super zu sehen, wie sich jeder freut, wenn sie uns in Chitenche sehen.IMG-20181113-WA0012

Mein Chitenche Rock (etwas vom Winde verweht :)) )

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Unsere neuen Kleider

Und das was dan auch soweit. sry wegen der unkreativen Überschrift aber iw ist mir ums verreckn nix eingfalln.:)

Egal Liebe Grüße an alle und machts es guad:)

5.: Mangos, Mangos, Mangos

Hallihallo an alle, da schon wieder zwei Wochen vergangen sind ist es jetzt auch mal wieder Zeit für einen Blogeintrag.:)

Die erste Schulwoche nach unserem einwöchigen Urlaub war eigentlich so wie immer- in der Bibliothek helfen- wobei die Arbeit etwas stockender als üblich vorran ging, da der Direktor die ganze Woche in Blantyre war und er der einzigste war, der neue Materialien kaufen kann und fast alles leer war und blöderweise mein Schreibprogramm ausgefallen ist, saodass wir auch keine Bücher mehr registrieren konnten. Außerdem haben wir am Donnerstag endlich unseren Art Club gestartet, welcher mit großer Begeisterung besucht wurde. Das ganze wurde dann doch sehr schnell etwas chaotisch, sodass wir bald keinen Überblick mehr hatten wer jetzt eigentlich unserem Club angehört und wer nur einfach mal kurz vorbeischauen wollte. Dennoch war es sehr schön endlich mal ein eigenes Projekt zu haben und mit den Schülern arbeiten zu können. Auch die große Begeisterung über den Club erfreute uns sehr.

Auf das Wochenende hatten wir uns schon sehr gefreut, da wir von einigen Lehrern eingeladen wurden an einem Schulausflug teilzunemen. Also standen wir am Samstag früh auf und machten uns nach einem kurzem Frühstück auf den Weg zur Schule. Dort wurden wir auch schon sehnlichst erwartet, obwohl wir nur maximal 4 min zu spät waren (anscheinend galt diesmal deutsche Zeit:)) ). Als wir dann da waren ging es auch los, mit einem Transporter, auf dessen Ladefläche sich ca. 50 Schüler mit 6 Lehrern gequetscht hatten, und viel Gesang machten wir uns auf den Weg nach Chitipa, wo unsere Fußball und Netball Teams gegen die der dortigen Schule Spielen sollten. Nach einer 4 Stündigen Anfahrt befanden wir uns endlich in Chitipa, einer der nördlichsten Städte Malawis (nur wenige Kilometer von der tansanischen Grenze entfernt). Dort wurden wir von den Lehren der dortigen Schule sehr herzlich und mit Essen empfangen. Dann wurde es auch schon Zeit für die Spiele und so feuerten wir zuerst die Mädchen beim Netball und danach die Jungs beim Fußball an. Es war unglaublich lustig zu sehen wie einer der Lehrer sich in das Fußballspiel reinsteigerte, es erinnterte uns beide an einen sehr ambitionierten Trainer. Auch die Art wie alle mitgefahrenen dis Fußballer unterstützten war sehr schön anzusehen, da sich eine große Gruppe von Schülern zusammenschloss und singend und tanzend um das Spielfeld zog (auch vor den Toren vorbei 🙂 ) und sobald ein Tor geschossen wurde in das Feld rannte um dort vor Freude zu hüpfen, zu tanzen oder einfach nur den Spielern zu gratulieren. Nachdem wir beide Netball Spiele und ein Fußballspiel gewonnen hatten machten wir uns in dementsprechend guter Stimmung auf den Heimweg. Meta und ich hatten beschlossen auf dem Rückweg nicht mehr in der Fahrerkapiene zu hocken sondern auch auf der Ladefläche und so boten wir den anderen Lehrern unsere Plätze an und Kletterten auf die Ladefläche. Dort war die Stimmung unglaublich gut, was nicht vergleichbar mit der Stimmung auf meinen ehemaligen Exkursionsfahrten in der Schule war. Sie war eher vergleichbar mit der, wie ich sie mir in einem FC Bayern Fanclub Buss auf der Rückfahrt nach einem gewonnenem Spiel vkorstelle. Alle Schüler grölten und tanzten auf der Sehr engen Ladefläche und machten teilweise auf mich einen etwas erheiterten Eindruck (scheinbar werden die Regeln auf solchen Ausflügen etwas gelockert 🙂 ). Als wir dann kurz nach 10 Uhr wider an der Schule ankamen bestand der Fahrer darauf uns bis vor die Haustür zu fahren, was wegen des noch halb vollen Transporter dann wohl alle Nachbarn aufgeweckt hatte.

Am Sonntag kamen Anna und Hanna uns noch einmal besuchen und wir verbrachten den Tag damit zu putzen und einen weiteren Ausflug für Montag zu planen. Am Nachmittag mussten wir dan kurzfristig alle restlichen Tagesplkäne umschmeisen, da Oskar, ein ca. 5 Jahre alter Sohn einer Nachbarin eine sehr stark entzündete Wunde am Fuß hatte und wir beschlossen seine Mutter und ihn ins Krankenhaus zu begleiten.

Am Montag machten wir uns um 1 Uhr mit den Mädls aus dem Internat auf zum See, da es Muttertag war und wir für die die nich nach Hause fahren konnten auch einen Schönen Tag gestallten wollten. Genau wie auch schon am Samstag wurde auf der Fahrt wieder lauthas gesungen (die Stimmung war genauso ausgelassen auch ohne die Jungs). Die Lodge die ausgesucht wurde war wunderschön und hatte einen unglaublich schönen Strand (Leider hab ich meine Kamera in Lilongwe vergessen und die Handy Bilder sind echt nicht gut geworden, weshalb ich jetzt auch keins hochladen werde). Im Wasser hatten wir unglaublich viel Spaß mid den Mädls und den Zwei anderen Lehrerinnen (auch hier kann ich keins der zahlreichen Selfies mit euch teilen, da einige der Mädls ohne Oberteil baden waren). Nach dem baden tranken wir noch eine Fanta mit Mr Mosakwatscha und genossen den ausblick auf den See, während noch ein paar Mädls tanzen waren. Als wir dan zurück waren war es schon fast 6 Uhr und wir machten uns schnell auf den Weg zum Direktor, da seine Frau Hanna, Anna und uns zu sich zum Essen eingeladen hatte, da Hanna und Anna an Dienstag entgültig weiterreisen wollten. Beim Direktor angekommen durften wir Mrs Monica beim Kochen helfen, was super intressant war, da sie eine echt gute Köchin ist und sogar eine Kuchen mit uns über dem Feuer backte. Das Essen war, obwohl wir geholfen hatten, wieder genau so gut wie die letzten Male und wegen der großen Auswahl aßen wir wieder alle viel zu viel:).

Am Dienstag war dan wieder Schule und wir hatten nsere erste Woche ohne Allan was anfangs etwas komisch war. Dennoch war der Direktor wieder da und so konnten fwir unsere Arbeit bald fortsetzen. Außerdem durften wir einem Lehrer beim korrigieren einiger Arbeiten helfen. Ansonsten war die Woche wie immer nur dass wir uns jeden Morgen auf dem Weg ein paar Mangos mitnamen und diese in der Bibliothek verzehrten. Wir hatten nämlich nun endlich dem Mango Rain, was heißt, dass die Mangos jetzt reif werden und die giegts hier wirklich in Hülle und Fülle. Außerdem wurden am Donnerstag die Ergebnisse der Exams bekanntgegeben, was bei unseren Freunden, Cliff und Samson zu größer Aufregung führte, da sie nun endlich erfahren sollten ob sie ihren Abschluss geschafft hatten. Ihre Nervosität erinnerte mich richtich an den Tag als meien Abitur Erbebnisse bekanntgegeben wurden. Es war unglaublich schön anzusehen, wie wichrig es ihnen war und wie sie es kaum erwarten konnten, dass die Liste mit allen Prüflingen, die bestanden hatten herruntergeladen war. Letzendlich hatten beide bestanden und waren deshalb auch voller Stolz.

Am Samstag beschlossen wir aus den Mangos Marmelade zu machen, welche wirklich unglaublich lecker wurde. Später am Nachmittag gingen wir mit Mr Kondowe, einem Lehrer zum See, was wie immer sehr lustig wurde und somir auch die lange Anfahrt mit dem Rad wieder wett machte.

 

Somit wars auch schon wieder alles. Falls ihr irgendwelche Verbesserungsvorschläge habt oder Fragen oder Themen, über die ich mal berichten sollte oder what ever schreibt mir doch einfach mal ich würde mich echt über Kritik freuen:))

Ansonsten bleibt nicht mehr viel zu sagen außer lasst’s es eich guad geh.;)

Liebe Grüße aus dem immer heißer werdenden Malawi.

4.: Schulalltag und das Lake of Stars Festival

Hallo an alle,

sry dass der letzte Eintrag schon etwas her ist, aber die letzten Wochen waren wir sehr beschäftigt. Die Woche nach unserem Schnorchelausflug haben wir damit verbracht uns weiter in den Schulalltag einzuleben. Mittlerweile sind wir und Allan schon ein eingespieltes Team und die Arbeit läuft immer automatischer ab. Zuerst geben wir jedem Buch einen Code, welcher aus einer Nummer für den Inhalt und den ersten Buchstaben des Namens des Autors besteht. Danach überkleben wir die Nummern mit Tesa, damit sie nicht so leicht herunterreißen. Damit jeder weiß, dass das Buch zur Schule gehört stempeln wir es dann mit dem Stempel der Schule. Dann schneiden wir kleine Karten zurecht und stecken diese in selbstgebastelte Laschen, welche wir ins Buch kleben. Auf die zweite Buchseite kommt noch ein Stempel, in welchen wir Daten über das Buch schreiben. Abschließend schreiben wir noch Buchtitel, Preis und die individuelle Nummer auf die kleine Karte und registrieren das Buch im Computer. Also haben wir doch sehr viel zu tun auch wenn sich Bücher nummerieren immer so wenig anhört😊. Dennoch macht uns das beiden sehr viel Spaß vor allem, da wir mit Allan einen sehr guten Gesprächspartner haben und auch immer eine Mischung seiner malawischen Playlist und unsrer Musik anhören. Nach der Schule wurden wir auch gleich in die Sportstunden am Mittwoch Nachmittags und in den Drama Club, welcher fast jeden Tag etwas vorbereitet und in das dann in dem Assemblys am Montag aufführt. Somit ging die zweite Schulwoche unglaublich schnell rum und wir beide fühlen uns schon als ob wir schon ewig hier wären. Vor allem da es jetzt auch Mittagessen in der Schule gibt und wir dadurch in der Mittagspause Zeit haben die anderen Lehrer besser kennenzulernen.

Am Samstag sind wir wieder nach Karonga gefahren, weil wir unsere Aufenthaltserlaubnis verlängern lassen mussten, wofür wir in das dortige Immigration Office mussten. Auf dem Heimweg beschlossen wir Albert zu besuchen, da dieser auf dem Weg wohnt. Dort saßen wir dann fast den gesamten Tag unterhielten uns und wurden dann auch noch zum Essen eingeladen. Als wir wieder zuhause waren ließen wir den Tag dann noch gemütlich ausklingen. Am Sonntag begannen wir schon in der Früh damit unsere Wäsche zu waschen, damit uns keiner dabei zusehen konnte, da noch alle in der Kirche waren. Unser Plan ging aber nicht ganz auf, da wir völlig unterschätzt hatten wie langsam wir doch beim Waschen sind. Für mich war auch eine Premiere dabei, da ich voller Entsetzen feststellen musste, dass ich Blasen an den Fingern vom Waschen bekommen habe.

Am Montag in der Bibliothek lernten wir die Schulkatze kennen, welche uns auch gleich von der Arbeit abhielt.IMG-20181004-WA0005 Nach der Arbeit fuhren wir zusammen mit Chlif nach Oliwa und holten unsere neu geschneiderten Röcke ab, auf welche wir auch sehr stolz sind. Mit Chlif fuhren wir danach noch etwas weiter da er sich ein Schwein kaufen wollte, was uns beide sehr interessierte, vor allem da wir sehen wollten wie er es auf seinem Rad transportieren wollte. Das Ganze war dann aber doch nicht so spannend, da das Schwein noch sehr klein war und Chlif sich Hilfe von einem Freund holte, der das Rad fuhr während er mit dem Ferkel auf dem Gepäckträger saß.

Für Dienstag hatten wir uns vorgenommen das ganze Haus zu putzen und dann unsere Taschen zu packen, da wir am Mittwoch gleich nach der Schule unseren ersten Trip starten wollten. Das Putzen war auch sehr viel Zeitaufwendiger als gedacht, lohnte sich aber, da unser Klo und Waschbecken danach endlich mal wieder weiß waren, man den Tisch wieder sehen konnte, man sich auf jede Sitzgelegenheit problemlos setzen konnte und sogar der Boden so sauber war, dass man nicht immer das Gefühl hatte seine Füße waschen zu müssen. Kurz gesagt: wir waren beide unglaublich stolz auf unsere saubere Wohnung und die Nachbarn waren ganz erstaunt was denn hier passiert sei😊.

Als wir am Mittwoch nach der Schule heimkamen verabschiedeten wir uns noch schnell von allen und machten uns dann auf den Weg nach Ekwendeni wo wir uns mit Leonard treffen wollten bevor wir am Donnerstag zusammen zu Lisa und Judith nach Lilongwe fahren wollten. Unsere anfängliche Reise Freude wurde aber schnell gedämpft als wir hörten, dass Leonard krank war. Als wir dann in Ekwendeni waren berieten wir uns kurz und beschlossen erst am Freitag zu fahren und zu sehen wie es Leo bis dahin so geht. Um aber noch pünktlich in Lilo zu sein meinte Stuart sollten wir einen Bus buchen, der direkt durchfährt und so bis um 12 Uhr in Lilo sein sollte.

Am nächsten Morgen ging es Leo schon viel besser, was uns zuversichtlich stimmte, am Freitag zusammen fahren zu können. Als wir dann aber den Bus in Mzuzu buchen wollten erfuhren wir, dass falle Plätze am Freitag morgens besetzt sind also nahmen wir dann einfach den Bus der Donnerstag Mittags fahren sollte. Nach der Buchung fuhren wir schnell zurück packten unsere Sachen wieder ein, aßen noch ein sehr leckeres Mittagessen und machten uns dann mit Leonard welcher wieder fitt war auf den Weg. Nach einer 6-Stündigen Fahrt kamen wir dann endlich in Lilonwe an, wo wir schon von den beiden Freiwilligen dort erwartet wurden.

Am Freitag gingen wir noch kurz fürs Wochenende einkaufen. Dafür gingen wir in eine rießige Shopping Mall und wurden regelrecht erschlagen von dem Angebot, welches wirklich schon sehr westlich war und sogar Sachen wie Yoghurt und Käse beinhaltete. Bei dieser Möglichkeit gönnten wir uns erst mal Marmelade und Honig und machten uns dann endlich auf den Weg nach Salima, wo wir mit den anderen Kolpingfreiwilligen und ein paar Freiwilligen von anderen Organisationen bei Mia und Nicklas übernachten wollten, da diese sehr nah am Lake of Stars Festival wohnen, wofür wir uns alle Karten gekauft hatten. Voller Vorfreude setzten wir uns in den Minibus nach Salima und dort angekommen fanden wir auch sofort die anderen von Kolping, mit denen wir dann nach Senga Bay fuhren. Dort angekommen bauten wir erst mal alle unsere Moskitonetze und Matten auf und hüpften danach in den See, welcher wirklich genau vor deren Haustüre ist. Danach zogen wir uns noch schnell um und ließen uns dann von ein paar Motorrädern zum Festival fahren. Das Feeling war wirklich unbeschreiblich in einer Kolonne von Motorrädern mit seinen Mitfreiwilligen über die Straßen Malawis auf dem Weg zum größten Musikfestival Malawis zu sein. Dort angekommen standen wir erst mal eine Stunde an, aber sie Location des Festivals machte das wieder wett, da die beiden Bühnen wirklich direkt neben dem See waren und man so am Strand Tanzen konnte oder einfach nur am See sitzen konnte und der Musik lauschen konnte. Leider durfte man nicht baden, was wohl wegen zwei Todesfällen vor zwei Jahren war und wegen dem Verdacht auf Krokodile an diesem Strandabschnitt.

Dennoch hatten wir alle ein wundervolles Wochenende an dem wir meistens in der Früh noch vor dem Frühstück in den See sprangen, dann den Tag gemütlich damit verbrachten mit den anderen Freiwilligen zu reden und auch die der anderen Organisationen besser kennenzulernen. Am späten Nachmittag machten wir uns dann immer auf den Weg zum Festival, wo wir dann immer bis tief in die Nacht hinein tanzten. Besonders gut waren die Auftritte von Major Lazer und einer Deutschen Band namens Makatumbe. Das Wochenende war sehr westlich geprägt was manchmal auch echt komisch war, wenn man obwohl man in Malawi ist nur Leure in Hotpants oder sogar Bauchfrei sieht.

Am Montag fuhren die meisten von Kolping zu Lisa und Judith, da wir dort noch bleiben wollten bis wir am Mittwoch bei der Deutschen Botschaft den Tag der deutschen Einheit feiern wollten. Die Tage in Lilo verbrachten wir ohne große Aktionen, da wir alle etwas krank waren und uns ständig gegenseitig ansteckten. So waren wir nur am Dienstag kurz im Lilongwe Wildlife Reservat, wo wir viele Affen, zwei Krokodile, ein paar Antilopen, eine Schlange sahen und danach die besten Milchshakes überhaupt dranken. Am Abend gönnten wir es uns noch in eine Pizzaria zu gehen. Auch die Feier auf der Botschaft war super, da es unglaublich viel Deutsches Essen wie Sauerkraut, Apfelstrudel, Käse oder Deutsches Brot gab.IMG-20181004-WA0064

Einige der Weltwärts Freiwilligen auf der Feier beim Botschafter

Als Meta und ich am Donnerstag Morgens zu unserer langen Heimreise aufbrachen fühlten wir schon eine gewisse Vorfreude endlich wieder „daheim“ zu sein. Die Reise an sich war sehr anstrengend, da wir ganz durchfuhren und so ca.10h in Minibussen fuhren, welche definitiv nicht für Menschen meiner Größe gebaut wurden, Da ich eigentlich immer mit meinem Kopf am Dach und meinen Knien am Vordersitz anstand. Als wir dann völlig erschöpft endlich ankamen ließen wir uns sehr herzlich empfangen gingen dann aber beide bald ins Bett.

Am Freitag wollten wir eigentlich beide wieder in die Schule gehen, da ich aber nun auch krank war blieb ich daheim, was zu einigen unglaublich lieben Besuchen von Lehrern führte (Sogar der Direktor und seine Frau kamen um zu sehen wie es mir ging). Zum Glück wurde es wieder besser über den Nachmittag, sodass ein Besuch im Krankenhaus nicht nötig war. Am Samstag hatte sich wieder Besuch angekündigt, eine Freiwillige, die vor 5 Jahren hier war mit einer Freundin. Angesichts dessen haben wir am Samstag Morgens nochmal das Haus geputzt und Klamotten gewaschen. Als sie dann ankam war sie sehr überrascht wie alles sich verändert hatte und erzählte, dass es zu ihrer Zeit nicht mal eine Dusche und keinen Strom gab.

 

Das war dann eigentlich mal alles soweit. Wir fühlen uns täglich wohler hier und da wir nun den Vergleich zu den anderen Freiwilligen hatten sind wir unglaublich froh über den guten Anschluss den wir hier finden.

Dann kann ich eigentlich nur noch sagen: lasst‘s es eich guad geh und macht’s es guad😊

3.: Die erste Schulwoche

Hallo an alle,

diese Woche hatten wir die erste Schulwoche in Malawi. So kam es, dass Meta und ich Montagmorgen nicht erst mal ausschlafen und danach gemütlich Frühstücken konnten. Mein Wecker klingelte um halb Sechs und nachdem wir schnell gefrühstückt und uns hastig angezogen hatten ging es auch schon zur Schule los. Typisch deutsch kamen wir natürlich 5 Minuten zu früh, schließlich ist erster Schultag und mussten an der Schule feststellen, dass der morgentliche Stress völlig umsonst war, da nur ein paar Schüler anwesend waren. Circa eine halbe Stunde nach regelmäßigem Unterrichtsbeginn trudelten dann die ersten Lehrer gemütlich ein und befahlen ein paar Schülern den Schulhof und die Klassenräume zu fegen. Währenddessen gab es ein kurzes Lehrermeeting, bei dem besprochen wurde wie der heutige Tag ablaufen sollte und was alles bei der Assembly, einer Versammlung, die jeden Montag stattfindet, besprochen werden sollte. Danach wurden alle Schüler für die Assembly zusammengerufen. Zuerst war ich etwas überrascht, da es insgesamt maximal 40 Jugendliche waren, aber der Headmaster erklärte uns, dass die meisten Schüler noch nicht angereist sein oder noch auf die Ergebnisse der letzten Prüfungen warteten und deshalb erst während der ersten Wochen eintrudeln würden. Während der Assembly las der Hedmaster die Regeln der Schule vor und stellte alle neuen Lehrer vor. Danach zogen sich die Lehrer in ihr Zimmer zurück und die ersten Stunden begannen. Meta und ich machten uns auf den Weg in die Bibliothek um dort unsere Hilfe anzubieten, welche von Alan, dem Bibliothekar auch dankend angenommen wurde. Somit verbrachten wir dann auch die gesamte Woche damit ihm zu helfen alle Bücher zu sortieren und zu Beschriften, was uns wegen den vielen neuen Bücher und dem neuen System für die Bibliothek wahrscheinlich auch den nächsten Monat beschäftigt halten wird.

Nach den letzten entspannten Wochen war es eine nette Abwechslung auch mal wieder müde zu sein. Denn obwohl unsere Arbeit sich nicht sehr anspruchsvoll anhört, ist es doch sehr anstrengend und wir sind jeden Tag sehr froh, wenn wir endlich nach Hause kommen und den Tag dort ruhig auf unserer Terrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang ausklingen lassen zu können. Meine Abende sind meistens sehr ähnlich, nachdem wir von der Schule zurück sind gehe ich duschen, was immer sehr erfrischend ist, da wir kein warmes Wasser besitzen, danach lesen wir meistens ein bisschen, bis unsere Nachbarn Cliff und Eureka oder die Kinder der Nachbarschaft vorbeikommen (was meist keine halbe Stunde dauert). Dann spielen wir meist mit den Kindern oder unterhalten uns mit den Jungs bis es Zeit zum Abendessen ist. Abens Kochen wir entweder alleine oder zusammen mit Nyapeti, welche uns meist den Nsima kocht während wir die Beilagen zubereiten. Nach unserem meist sehr späten Abendessen sitzen wir meist bis spät in der Nacht auf der Terrasse und reden über Gott und die Welt.DSC06473

Nsima mit Eiern und Soya Pices(eine sehr beliebte und Preiswerte Alternatieve zum sehr teuerem Fleisch)

Für das Wochenende hatten wir einen Trip nach Karonga, die nächste große Stadt geplant. Dort wollten wir ein Museum besichtigen, zu dessen Chef Meta Kontakt hatte und welcher auch Deutsch war. Dort angekommen wurden wir von einem Bekannten des Chefs abgeholt, welcher uns zu dessen Haus brachte. Dort lernten wir auch zwei Wissenschaftler aus Deutschland kennen, welche momentan Proben des Malaswisees analysierten. Zusammen mit dem Chef und den Zwei Wissenschaftlern machten wir zuerst eine Tour durch das Museum und ließen uns dann eine Radiozentrale zeigen. Danach luden sie uns ein sie auf ihrem Ausflug zum Malawisee am Sonntag zu begleiten, was wir auch dankend annahmen. Nachdem sie nach Hause gefahren waren wurden wir von der besten Freundin von Agnesss Mutter zum Essen eingeladen, was wieder unglaublich lecker war, aber auch sehr viel. Danach gingen wir noch etwas am See entlang und Einkaufen, wobei wir uns um Schneller zur Stadtmitte zu kommen ein Rad Taxi nahmen, was auch eine sehr aufregende Erfahrung war, da man sich einfach auf den Gepäckträger eines Rads setzt und sich dann vom Fahrer durch die ganzen überfüllten Gassen und mit Schlaglöchern überfüllten Straßen kurven lässt. Auf dem Heimweg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp um Albert zu besuchen, was ihn und seine Familie sehr freute. Als wir dann zurückkamen war es schon dunkel, wir konnten uns aber trotzdem nicht dazu motivieren gleich schlafen zu gehen und so saßen wir wieder sehr lange, was wir am nächsten Morgen bereuten, als wir wie ausgemacht um Acht an der Schule auf die Drei aus Karonga warteten. Da diese aber die „Malawische Zeit“ schon besser als wir beherrschten mussten wir erst mal eineinhalb Stunden auf sie warten. Als sie dann endlich da waren machten wir uns auf den Weg zum See, wo wir mit einem sehr kleinen und wackligen Boot und jeder Menge Wissenschaftlichen Utensilien den See stachen. Zuerst suchten wir nach einer Stelle die tiefer als 100m war, damit die beiden Wissenschaftler dort ihre Proben nehmen konnten und danach zeigte der Chef uns ein Grundstück, welches er gekauft hatte um dort ein Haus zu bauen. Es war wirklich unglaublich schön und auch das was man schon vom Haus erkennen konnte war atemberaubend.

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Das Gästehaus ist schon fast fertig

Aber es wurde noch besser als wir mit den drein zusammen um sein Grundstück schnorchelten und zum ersten Mal die wortwörtlich bunte Fischvielfalt des Malawisees sahen.

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Ein wahres Schnorchelparadies

Auf dem Heimweg probierten wir noch ein paar Fleischspieße, welche am Straßenrand verkauft wurden und wirklich empfehlenswert sind. Nachdem wir uns alle verabschiedet hatten ließen wir diesen super schönen Tag auf unserer Terrasse ausklingen.

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unsere Fledermäuse (Zählungen ergaben bis jetzt bis zu zehn Stück)

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Und Nyapetis Katze, welche gerne in unsrem Gästezimmer schläft (Tasa)

Zusammenfassend kann man also sagen: Ndakondwa chomene!! (Ich bin sehr glücklich😊)

 

Ich hoffe es geht euch auch allen gut. Liebe Grüße aus dem immer wärmer werdenden Malawi.